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Wacken

Deep Purple veröffentlichen Live-Video

Foto: Roger Glover

Eine Band, zwei Menschenmassen, zwei Länder – in der Tat eine Geschichte aus zwei Städten. Es geht von dem Wacken Open Air Festival in Deutschland, einem der größten Metal-Festivals weltweit – und eine eigene, in sich geschlossen Stadt – nach Japan in die stattliche Nippon Budokan, die am meisten verehrte Konzertstätte Tokyos. Zwei Orte, die unterschiedlicher nicht sein könnten.

Wacken ist eine Erfolgsgeschichte ohnegleichen. Von zwei Freunden auf einem Feld im ländlichen Norddeutschland gegründet, entwickelte es sich zu einem der am besten organisierten und meistbesuchten Metal-Festivals überhaupt. Wir waren von dem Standort, der Sicherheit, dem Backstage-Bereich und der Camping-Fläche unglaublich beeindruckt… in der Tat war auch die gesamte Produktion mehr als superb.

Ebenso das Publikum, das, als wir diesen unfassbaren Anblick von der Bühne aus in uns aufnahmen, etwas in uns wach rief. Während die Sonne unterging, empfing uns ein Meer aus Tattoos und schwarzem Leder.

Das Publikum bei Festivals ist immer besonders, da es den meisten Besuchern mehr um den Anlass an sich, als um eine bestimmte Band geht. Für uns stellt dies jedes Mal eine willkommene Herausforderung dar, und auch eine Chance, all jene zu erreichen, die uns bisher nicht kannten. Aber die echten Stars finden sich sowieso immer im Publikum. Vielen Dank, Wacken.

Im starken Kontrast stand dazu die Atmosphäre in Budokan, die der eines Friedentempels gleicht (mit Ausnahme des berüchtigten Ereignisses, bei dem der Innenraum der Halle zerstört wurde). „Made In Japan“ wurden zu großen Teilen dort aufgenommen und seitdem performten wir dort viele weitere Male. Für so eine große Halle ist die Akustik exzellent; die Konzertstätte beeindruckt uns jedes Mal aufs Neue.

An dem besagten Abend betraten wir die Halle durch den Hintereingang, erklommen die kühlen Marmorstufen und fanden uns in den uns wohl bekannten Backstage-Räumen wieder. Wir fühlten uns, als wären wir die einzigen Menschen im Gebäude; wir konnten uns nicht vorstellen, dass vor der Bühne ein Publikum auf uns wartet.

Aber es war natürlich da, jung und alt geduldig wartend oder leide miteinander sprechend – der Inbegriff von Höflichkeit. Es wirkt das respektvolle Schweigen in einer Kathedrale. Aber das Publikum ist da, um zu rocken. Und wie sie das tun. Während des Wartens mag es zwar ruhig sein, aber während der Show ist es weit davon entfernt, als schüchtern zu gelten. Die Menschen sorgten für einen unvergesslichen Abend. Vielen Dank, Tokyo.

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